Meng Architekt


Wettbewerb Schulhaus Igis
Igis, GR
Schulbau
Wettbewerb, 2012
mit Fabian Launener & Sebastian Bietenhader

Das Schulgelände in Igis ist über die Zeit gewachsen. Jede Epoche interpretierte “Schule” anders und setzte als Ausdruck davon ihr Gebäude hinzu. Die vielen Eingriff reagierten zwar auf die ändernden Bedürfnisse, doch wurde meist das grosse Ganze vernachlässigt. Dabei entstanden ist ein Ort, der funktional bis in den kleinsten Winkel besetzt, jedoch architektonisch oft sehr zufällig ist.

Der Mäander ist ein fliessender Raum über das gesamte Areal. Er wird gebildet durch die versetzte Anordnung der einzelnen Gebäude, vom Kindergarten an der Hirschengasse bis zum neuen Schulhaus am Bungertweg. Der Mäander schafft eine Abfolge von klar gefassten Aussenräumen mit verschiedenen Funktionen und unterschiedlichen Atmosphären. Er verbindet die Gebäude auf dem Gelände. Dabei integriert er das Vorhandene und räumt dort auf, wo es nötig ist. Der Mäander führt eine neue Lesart ein, in der alt und neu nebeneinander bestehen können. Bereits von der Hirschengasse erkennt man den neuen Kindergarten, der zusammen mit dem Gemeindesaal und dem Neubau zu allen Seiten Präsenz behauptet. Zwischen den zwei Linden betritt man den Vorplatz mit Blick auf das alte Schulhaus. Über den etwas ruhigeren Spielplatz gelangt man auf den zentralen Schulplatz, der durch den Umbau des Schulhauses von 1986 und die Wiederherstellung der ursprünglichen Topographie um das alte Schulhaus in neuem Glanz erstrahlt. Weiter kommt man an Spielwiese und Sportplatz vorbei zum Neubau, der als skulpturales Volumen den Startpunkt von der anderen Seite markiert.